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WM 2026 Nati-Bilanz — der beste Schweizer Sommer seit 1954

Updated August 2026
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Während in New Jersey der Final steigt, ist für die Schweiz das Turnier seit einer Woche vorbei — und trotzdem will ich diesen Sommer nicht ziehen lassen, ohne ihn einzuordnen. Denn was die Nati an dieser WM geleistet hat, war mehr als ein gutes Turnier: Es war der beste Schweizer Sommer seit 1954, der erste WM-Viertelfinal seit 72 Jahren, und ein Ausscheiden mit erhobenem Haupt gegen den späteren Finalisten. Jetzt, wo die Emotionen etwas abgekühlt sind und man klarer sieht, ist es Zeit für meine ehrliche Bilanz — was war stark, was schmerzt, und was bleibt.

Schweizer Fans in roten Trikots feiern ihre Mannschaft auf vollen Rängen, Fahnen und Schals in der Luft
Ein Sommer, der bleibt: Die Nati erreichte den ersten WM-Viertelfinal seit 72 Jahren — und die Schweiz fieberte mit.
  • Die Nati erreichte den ersten WM-Viertelfinal seit der Heim-WM 1954 — der bedeutendste Erfolg des modernen Schweizer Fussballs.
  • Das Aus kam im Viertelfinal gegen Argentinien (1:3 nach Verlängerung) — gegen jenes Team, das nun im Final steht.
  • Gregor Kobel war einer der Turnierhelden; der Penaltysieg im Achtelfinal gegen Kolumbien ist der Moment des Sommers.
  • Diskussionen um einen Platzverweis und den VAR beim Aus gegen Argentinien prägten die Schweizer Nachbetrachtung.
  • Meine Bilanz: ein Turnier, auf das man stolz sein darf — die Nati ist erst am Finalisten gescheitert.

72 Jahre — die Dimension dieses Sommers

Man muss die Zahl kurz sacken lassen: Der letzte Schweizer WM-Viertelfinal davor war 1954, als die Schweiz als Gastgeberin spielte. Dazwischen liegen 72 Jahre, mehrere Generationen und viele knapp verpasste Chancen — Achtelfinale 2006, 2014, 2018, jedes Mal Endstation in der Runde der letzten Sechzehn. Dass diese Nati unter Murat Yakin nun einen Schritt weiter kam, ist historisch. Gruppensieg in Gruppe B mit sieben Punkten, ein dramatischer Penaltysieg im Achtelfinal, und über weite Strecken eine defensive Kompaktheit, die europäischer Spitzenklasse würdig war.

Der Weg dahin war keine Glückssträhne, sondern System: In sechs der sieben Spiele stand die Schweizer Defensive wie eine Wand, und selbst gegen Argentinien hielt sie lange stand. Das ist genau die Art, wie ein kleines Fussballland an einer WM weit kommt — kompakt, diszipliniert, mit einem überragenden Torhüter.

Bewertung des Turnierwegs: 9 von 10 — sachlich, effizient, historisch. Genau so stellt man sich eine Nati-WM vor.

Der Moment: Kobel und das Penaltyschiessen

Wenn ich diesen Sommer auf einen Moment reduzieren müsste, wäre es das Achtelfinal gegen Kolumbien: 0:0 nach 120 Minuten, dann das Penaltyschiessen, das die Schweiz mit 4:3 für sich entschied — mit Gregor Kobel als Held, der den entscheidenden Elfmeter parierte. Der Dortmunder Torhüter war einer der Spieler des Turniers, mit den meisten Paraden unter allen lange verbliebenen Keepern. Er verkörperte, was diese Nati stark machte: Ruhe, Klasse und Nervenstärke im entscheidenden Moment.

Ein Torhüter in leuchtendem Trikot pariert im Flutlicht einen Penalty, die Fans im Hintergrund halten den Atem an
Der Moment des Sommers: Der Penaltysieg im Achtelfinal — Kobel hält, die Schweiz zieht in den Viertelfinal ein.

Das Aus — und die Debatte, die blieb

Dann kam Argentinien. Im Viertelfinal in Kansas City verlor die Nati mit 1:3 nach Verlängerung — nach 90 Minuten hatte es noch unentschieden gestanden. Die Schweiz hatte den Weltmeister am Rand, ehe die Partie in der Verlängerung kippte. In der Schweizer Nachbetrachtung dominierte eine Diskussion: der Platzverweis gegen Breel Embolo und eine strittige VAR-Szene. Trainer Murat Yakin kritisierte den Ausschluss nach dem Spiel deutlich und sprach von einer für ihn nicht nachvollziehbaren Entscheidung; die Debatte um den Videobeweis hielt tagelang an. Ob berechtigt oder nicht — sie sollte den Blick auf das Wesentliche nicht verstellen.

Denn das Wesentliche ist: Die Nati ist gegen die Mannschaft ausgeschieden, die eine Woche später im Final steht. Es gibt kein ehrenvolleres Aus. Wer erst dem Finalisten in der Verlängerung unterliegt, nachdem er ihn 90 Minuten lang geärgert hat, muss sich nichts vorwerfen.

Bewertung des Auftritts gegen Argentinien: 8 von 10 — tapfer, nah dran, unglücklich im Detail. Aber kein Grund zur Selbstkritik.

Mein Nati-Urteil

Ich bin in dieser Kolumne oft der kritische Geist — heute nicht. Diese WM war ein Erfolg, und zwar ein grosser. Die Schweiz hat gezeigt, dass sie zur erweiterten Weltspitze gehört, dass ihr Fundament (Defensive, Torhüter, Mentalität) auf höchstem Niveau trägt, und dass ein Viertelfinal keine Eintagsfliege sein muss. Für die Zukunft nehme ich zwei Dinge mit: Erstens, dieser Kader hat noch Luft nach oben in der Chancenverwertung — gegen Argentinien fehlte im letzten Drittel die Effizienz. Zweitens, mit einem Kobel in dieser Form ist die Nati bei jedem Turnier ein unbequemer Gegner.

Für Schweizer Fans, die diesen Sommer um den Schlaf gebracht wurden — 05:00 Uhr gegen Algerien, 03:00 Uhr gegen Argentinien —, war es jede Nachtschicht wert. Und wenn am Sonntag der Final läuft, dürfen wir mit einem gewissen Stolz zuschauen: Der Weltmeister von morgen musste erst an unserer Nati vorbei.

Bewertung des Nati-Sommers: 9 von 10 — der beste seit 1954. Danke, Nati.

Wie weit kam die Schweiz an der WM 2026?

Die Nati erreichte den Viertelfinal — den ersten Schweizer WM-Viertelfinal seit 1954 — und schied dort gegen Argentinien mit 1:3 nach Verlängerung aus.

Was war der beste Moment der Nati an der WM 2026?

Der Penaltysieg im Achtelfinal gegen Kolumbien (0:0, 4:3 i.E.), bei dem Torhüter Gregor Kobel den entscheidenden Elfmeter hielt und die Schweiz in den Viertelfinal führte.

Gegen wen schied die Schweiz aus?

Gegen Argentinien, den amtierenden Weltmeister — jene Mannschaft, die am 19. Juli im Final gegen Spanien steht.

Weiterlesen: meine Final-Vorschau Spanien – Argentinien, der Halbfinale-Rückblick, die Schweiz WM 2026 Analyse und die Argentinien WM 2026 Analyse.

Externe Quellen: SRF Sport — Nationalmannschaft, Blick — Nati, FIFA — Switzerland. Turnierdaten Stand 18. Juli 2026; Wetten ab 18 — Sportwetten in der Deutschschweiz nur über lizenzierte Anbieter (Sporttip/Swisslos).

Erstellt von der Redaktion von „WM 2026 Wetten“.