WM 2026 Favoriten — Die Top-Mannschaften in meiner Bewertung

Gibt es an dieser WM überhaupt einen klaren Favoriten? Vor der WM 2022 war die Antwort einfach: Brasilien führte jede Rangliste an, Frankreich und Argentinien folgten dicht dahinter. Vor der WM 2026 sieht die Lage anders aus — das Feld ist breiter, die Qualität dichter verteilt, und das neue 48-Teams-Format macht jeden Weg zum Titel länger als je zuvor. Sieben Spiele statt sechs müssen gewonnen werden, um den Pokal in die Höhe zu halten. Die physischen Anforderungen steigen damit um rund 15 Prozent, und die Fehlertoleranz sinkt: Ein schlechter Tag in der K.-o.-Runde kann selbst für den besten Kader der Welt das Ende bedeuten. Genau das macht die Bewertung der WM 2026 Favoriten so spannend — und so riskant.
Ich teile die Favoriten in drei Tiers ein: absolute Topfavoriten, starke Herausforderer und Mannschaften am Rand des inneren Kreises. Diese Einteilung basiert auf vier Faktoren: Kaderqualität (Tiefe und individuelle Klasse), Turniererfahrung (Leistungen bei den letzten drei grossen Turnieren), taktischer Klarheit (hat die Mannschaft eine erkennbare Spielidee?) und den aktuellen Wettquoten. Für jedes Team vergebe ich meine Kolumne-Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10 — und erkläre, warum.
Ladevorgang...
Absolute Topfavoriten — Argentinien, Frankreich, England
In einem Restaurant, in dem ich in Buenos Aires 2022 das Finale geschaut habe, hing ein Schild: „Dios es argentino.“ Nach dem Titelgewinn glaubte das halbe Land daran. Zwei Jahre später stellt sich die nüchterne Frage: Kann Argentinien ohne einen Messi in Bestform den Titel verteidigen? Und wenn nicht Argentinien — wer hat die stärksten Karten in der Hand?
Argentinien bringt als Titelverteidiger und Nummer 1 der FIFA-Weltrangliste das breiteste Fundament mit. Der Copa-América-Sieg 2024 hat gezeigt, dass die Mannschaft auch ohne Messis Tore funktioniert — das Kollektiv ist stärker als die Summe seiner Teile. Rodrigo De Paul im Mittelfeld, Cristian Romero in der Abwehr und Julián Álvarez im Sturm bilden das Rückgrat einer Mannschaft, die taktisch variabel, mental stark und erfahren ist. Was Argentinien so gefährlich macht, ist die Fähigkeit, Spielweisen zu wechseln: hohes Pressing, tiefes Verteidigen, schnelles Umschalten — Trainer Lionel Scaloni hat für jede Situation einen Plan. Die Quote liegt bei etwa 6.00, was einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 17 Prozent entspricht. Mein Vorbehalt: Der Titelverteidiger-Fluch (seit 2006 hat kein Weltmeister den nächsten Titel geholt) und die Altersstruktur in der Abwehr — Nicolás Otamendi wird 38, und der Generationenwechsel hinten ist noch nicht abgeschlossen. Bewertung: 8/10.
Frankreich ist mein persönlicher Topfavorit. Les Bleus haben in den letzten acht Jahren eine Dominanz aufgebaut, die in der WM-Geschichte ihresgleichen sucht: Weltmeister 2018, Finalist 2022, dazwischen EM-Achtelfinal 2021 (Aus gegen die Schweiz) und Nations-League-Sieger. Der Kader ist absurd tief besetzt — Didier Deschamps kann auf praktisch jeder Position aus zwei Weltklasse-Optionen wählen. Kylian Mbappé als Zielspieler, Antoine Griezmann als taktischer Kopf, eine Abwehr um Dayot Upamecano und William Saliba, ein Mittelfeld mit Tchouaméni, Camavinga und Youssouf Fofana. Die Quote von 5.50 ist die niedrigste im Feld — und trotzdem nicht übertrieben. Frankreichs Schwäche? Die gelegentliche taktische Passivität in der Gruppenphase, die 2021 gegen die Schweiz zum Verhängnis wurde. Aber in K.-o.-Spielen ist diese Mannschaft ein anderes Tier. Bewertung: 9/10.
England hat unter verschiedenen Trainern seit 2018 eine bemerkenswerte Transformation durchlaufen. Die Three Lions sind kein naiver Turnier-Tourist mehr, sondern ein ernsthafter Anwärter mit einer Generation, die bei den besten Klubs Europas spielt. Jude Bellingham bei Real Madrid, Bukayo Saka bei Arsenal, Phil Foden bei Manchester City — das ist keine Ansammlung von Talenten, sondern eine Mannschaft, die bei Topklubs gelernt hat, unter Druck zu liefern. Taktisch hat England unter dem neuen Coaching-Team an Flexibilität gewonnen: Die Zeiten des starren 3-4-3 sind vorbei, die aktuelle Mannschaft kann sowohl mit Viererkette als auch mit Dreierkette agieren und passt sich dem Gegner an. Die Quote von 7.00 ist fair, vielleicht sogar einen Tick zu hoch. Englands ewige Schwäche — das Versagen im entscheidenden Moment — hat sich bei den letzten Turnieren relativiert: Halbfinale 2018, Finale 2021, Viertelfinale 2022, Finale 2024. Vier grosse Turniere, vier Mal mindestens Viertelfinale — das ist kein Zufall, sondern ein Muster. Irgendwann bricht der Damm. Bewertung: 8/10.
Starke Herausforderer — Brasilien, Spanien, Deutschland
Es gibt einen feinen Unterschied zwischen einem Favoriten und einem Herausforderer: Der Favorit muss seine Klasse nur bestätigen — der Herausforderer muss sie erst beweisen. Brasilien, Spanien und Deutschland haben das Talent, um den Titel zu gewinnen, aber jede dieser Mannschaften trägt ein Fragezeichen mit sich. Bei Brasilien ist es die Turnierstabilität, bei Spanien die WM-Erfahrung der jungen Generation, bei Deutschland die Fähigkeit, ausserhalb des Heimkontinents unter Druck zu bestehen. Wer diese Fragezeichen beantwortet, steigt vom Herausforderer zum echten Titelkandidaten auf — und genau das macht diesen zweiten Tier so spannend zu beobachten.
Brasilien hat seit dem WM-Triumph 2002 bei jeder Weltmeisterschaft eine andere Identitätskrise durchlebt. Die Seleção von 2026 ist ein Neuanfang: Vinícius Júnior als Superstar, Endrick als Sturmjuwel, eine taktisch diszipliniertere Spielanlage als in der Vergangenheit. Die Qualifikation für die WM verlief holprig — Brasilien stand zeitweise ausserhalb der direkten Qualifikationsplätze, was in der Geschichte des Rekordweltmeisters beispiellos war. Doch genau diese Krise könnte die Mannschaft gestärkt haben. Unter dem aktuellen Trainer hat die Seleção gelernt, auch hässliche Spiele zu gewinnen — etwas, das den Brasilianern bei den letzten Turnieren fehlte. Die Quote von 8.50 bietet soliden Value, wenn die Defensive stimmt. Mein Zweifel: Brasilien hat bei den letzten vier Weltmeisterschaften nie das Halbfinale überstanden, und die Abhängigkeit von Vinícius Júnior im Angriff ist ein Klumpenrisiko. Fällt er aus oder hat einen schlechten Tag, fehlt der alternative Matchgewinner. Bewertung: 7/10.
Spanien hingegen ist die Geschichte einer Renaissance. Der EM-Sieg 2024 war der Moment, in dem die neue Generation ihren Anspruch angemeldet hat. Lamine Yamal, mit 17 Jahren zum EM-Helden gereift, wird bei der WM 2026 mit 19 in einer noch besseren physischen Verfassung sein. Pedri kontrolliert das Mittelfeld mit einer Ruhe, die an Andrés Iniesta erinnert, und die Abwehr um Dani Carvajal und Aymeric Laporte hat internationale Erfahrung. Was Spanien von den anderen Herausforderern unterscheidet, ist die Konstanz in der Spielanlage: Ballbesitz, Positionsspiel und kontrollierte Offensive sind keine taktische Option, sondern die DNA dieser Mannschaft. Die Quote von 8.00 ist mein bester Value-Tipp unter den Top-Favoriten — Spanien wird von den Wettmärkten leicht unterschätzt, weil der letzte WM-Titel 2010 liegt und die Turnierform zwischen den Titelgewinnen unbeständig war. Aber diese Mannschaft ist anders: Sie ist jung, hungrig und hat bereits bewiesen, dass sie ein grosses Turnier gewinnen kann. Bewertung: 8/10.
Deutschland kommt mit dem Rückenwind der Heim-EM 2024, bei der das DFB-Team im Viertelfinale gegen Spanien knapp ausschied. Die Mannschaft hat unter Julian Nagelsmann eine klare Identität gefunden — hohes Pressing, schnelles Umschalten, individuelle Klasse auf den Flügeln. Florian Wirtz und Jamal Musiala sind das aufregendste Offensivduo im europäischen Fussball, und das Mittelfeld um Joshua Kimmich bietet Struktur und Erfahrung. Dazu kommt ein Torhüter in Weltklasseform und eine Abwehr, die nach dem Umbruch der letzten Jahre wieder Stabilität zeigt. Die Quote von 10.00 ist verlockend. Deutschlands Problem: Die Turnierhistorie der letzten Jahre — Gruppenphasen-Aus 2018 und 2022 — sitzt tief im kollektiven Gedächtnis. Die EM 2024 hat zwar Hoffnung geweckt, aber ein Heimturnier ist etwas anderes als eine WM in Nordamerika mit langen Reisen und Klimawechseln. Gruppe E mit Côte d’Ivoire, Ecuador und Curaçao bietet eine gute Gelegenheit, Selbstvertrauen zu tanken. Bewertung: 7/10.
Am Rand des Kreises — Portugal, Niederlande, Belgien
In den Wettbüros stehen diese drei Mannschaften zwischen Quote 12.00 und 20.00 — das Niemandsland zwischen realistischem Anspruch und ferner Hoffnung. Aber genau hier lauern die Überraschungen, die Turniere unvergesslich machen. Griechenland 2004, Dänemark 1992 — die Geschichte zeigt, dass Teams aus dem zweiten Glied durchaus Titel holen können, wenn die Umstände stimmen. Ich analysiere jedes Team auf seine spezifische Stärke und den Grund, warum der Titel trotzdem schwierig wird.
Portugal hat den tiefsten Kader seiner Geschichte. Die Zeiten, in denen alles von Cristiano Ronaldo abhing, sind vorbei — auch wenn Ronaldo mit 41 Jahren möglicherweise noch im Kader steht, wird seine Rolle eine andere sein. Rafael Leão, Bernardo Silva, Bruno Fernandes und Rúben Dias bilden ein Gerüst, das bei den besten Klubs Europas spielt. Dazu kommt eine beeindruckende Nachwuchsarbeit: Portugal produziert seit Jahren Spieler, die bei Europas Topklubs sofort Stammspieler werden. In der Breite ist dieser Kader dem von 2016 — als Portugal tatsächlich den EM-Titel holte — deutlich überlegen. Die Gruppe K mit Kolumbien ist anspruchsvoll, und ein Sieg dort würde ein starkes Signal senden. Quote: 12.00. Mein Vorbehalt: Portugal hat bei grossen Turnieren eine Tendenz, in K.-o.-Spielen gegen taktisch disziplinierte Gegner zu scheitern — das 0:0 und Elfmeterschiessen gegen Slowenien bei der EM 2024 war symptomatisch. Die individuelle Qualität ist vorhanden, die Mentalität in entscheidenden Momenten bleibt ein Fragezeichen. Bewertung: 6/10.
Die Niederlande sind unter Louis van Gaal und seinen Nachfolgern von einem offensiv berauschenden Total-Football-Team zu einer pragmatischen Turniermannschaft geworden. Die aktuelle Oranje-Generation hat mit Virgil van Dijk, Frenkie de Jong und Cody Gakpo Spieler von Weltklasse, aber die Kadertiefe ist nicht auf dem Niveau der Topfavoriten. Hinzu kommt die Frage nach der Trainer-Kontinuität — die Niederlande haben in den letzten Jahren häufig gewechselt, was die taktische Entwicklung gebremst hat. Gruppe F mit Japan und Schweden ist ein echter Prüfstein — mein Tipp: Die Niederlande werden hinter Japan Zweiter, was den Weg in der K.-o.-Runde erschwert. Als Gruppenzweiter trifft Oranje bereits im Round of 32 auf einen stärkeren Gegner, und das Bracket könnte früh ein Top-Team auf den Plan rufen. Quote: 15.00. Bewertung: 6/10.
Belgien ist die grosse tragische Figur des Weltfussballs. Die goldene Generation um Kevin De Bruyne, Romelu Lukaku und Thibaut Courtois hat nie den Titel geholt, der ihrem Talent entsprochen hätte. WM-Halbfinale 2018, Viertelfinale 2022, EM-Achtelfinal 2024 — die Kurve zeigt nach unten. Die WM 2026 ist ihre letzte Chance — De Bruyne wird 35 sein, Lukaku 33. Die jüngeren Spieler wie Jérémy Doku und Amadou Onana bringen Qualität, aber noch nicht die Führungsstärke, die für einen Titelgewinn nötig wäre. Die Gruppe G mit Ägypten, Iran und Neuseeland ist dankbar, aber ab dem Achtelfinale wird die Luft dünn. Mein Gefühl: Belgien erreicht das Viertelfinale und scheidet dort in einem engen Spiel aus — wie so oft in den letzten zehn Jahren. Es wäre ein würdiger Abschied, aber eben kein Triumph. Quote: 18.00. Bewertung: 5/10.
Favoriten-Quoten im Vergleich — Wo liegt Value?
Bei der WM 2022 stand Argentinien vor dem Turnier bei einer Quote von 6.50 und gewann den Titel. Wer damals CHF 10 gesetzt hat, bekam CHF 65 zurück. Solche Renditen sind selten, aber sie existieren — und genau deshalb lohnt sich der Value-Vergleich der WM 2026 Favoriten. Die entscheidende Frage ist nicht, wer gewinnt, sondern wo die Quoten die tatsächlichen Chancen am stärksten unterschätzen.
Value bedeutet im Kern: Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist höher als die von der Quote implizierte Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 8.00 impliziert eine Wahrscheinlichkeit von 12.5 Prozent. Wenn ich glaube, dass Spanien eine 15-Prozent-Chance auf den Titel hat, dann ist 8.00 ein Value-Bet — die Quote ist zu hoch, der Markt unterschätzt das Team. Diese Differenz zwischen Marktmeinung und eigener Analyse ist der Kern jeder intelligenten Wettentscheidung.
| Team | Quote | Implizierte Wahrscheinlichkeit | Meine Einschätzung | Value-Urteil |
|---|---|---|---|---|
| Frankreich | 5.50 | 18.2% | 20% | Leichter Value |
| Argentinien | 6.00 | 16.7% | 15% | Fair bewertet |
| England | 7.00 | 14.3% | 14% | Fair bewertet |
| Spanien | 8.00 | 12.5% | 15% | Starker Value |
| Brasilien | 8.50 | 11.8% | 12% | Leichter Value |
| Deutschland | 10.00 | 10% | 10% | Fair bewertet |
| Portugal | 12.00 | 8.3% | 7% | Kein Value |
| Niederlande | 15.00 | 6.7% | 5% | Kein Value |
| Belgien | 18.00 | 5.6% | 4% | Kein Value |
Das Ergebnis ist eindeutig: Spanien bei 8.00 ist mein bester Value-Tipp unter den WM 2026 Favoriten. Die implizierte Wahrscheinlichkeit von 12.5 Prozent unterschätzt eine Mannschaft, die den letzten grossen Titel (EM 2024) gewonnen hat und deren beste Spieler erst 19 bis 22 Jahre alt sind — also im aufsteigenden Ast ihrer Karriere. Frankreich bei 5.50 bietet ebenfalls leichten Value, während Argentinien und England fair bewertet erscheinen. Deutschland bei 10.00 ist ein Grenzfall: Wer an die Nagelsmann-Revolution glaubt, findet hier einen attraktiven Einstiegspunkt, wer die Turnier-Schwankungen der letzten Jahre gewichtet, sieht die Quote als angemessen.
Auffällig: Portugal, Niederlande und Belgien bieten trotz attraktiver Quoten keinen echten Value. Ihre tatsächlichen Chancen liegen nach meiner Einschätzung unter der von den Quoten implizierten Wahrscheinlichkeit. Der Markt preist hier den historischen Ruf dieser Mannschaften ein, nicht ihre aktuelle Turnierform. Wer auf einen Aussenseiter-Titel wetten möchte, findet bei diesen drei Teams nicht das beste Verhältnis — die vollständige Quoten-Analyse zeigt, wo die echten Value-Wetten abseits der grossen Namen liegen.
Mein Favorit — Und warum ich falsch liegen könnte
Ich setze auf Frankreich. Les Bleus haben die Kadertiefe, den Trainer und die Turnierhärte, um sieben Spiele in 39 Tagen zu gewinnen. Mbappé in Topform ist der gefährlichste Spieler des Turniers, und Deschamps hat in drei grossen Endspielen bewiesen, dass er aus gut besetzten Kadern das Maximum herausholen kann. Dazu kommt ein Faktor, den die Quoten nicht erfassen: Frankreich hat die Gewohnheit, bei grossen Turnieren zu liefern. In den letzten 25 Jahren hat keine andere Nation so konstant um Titel gespielt — und Konstanz ist bei einem Turnier mit sieben Spielen mehr wert als bei einem mit sechs.
Und doch könnte ich falsch liegen. Drei Szenarien sprechen dagegen: Erstens die Verletzungsgefahr — Frankreichs Schlüsselspieler haben eine intensive Klubsaison hinter sich, und ein Ausfall von Mbappé oder Tchouaméni würde die Balance empfindlich stören. Zweitens die Complacency-Falle: Frankreich hat bei den letzten Turnieren in der Gruppenphase oft unterdurchschnittlich gespielt, als stünde der Motor erst ab dem Achtelfinale auf Betriebstemperatur. In einem Format mit 48 Teams und einem erweiterten Bracket kann eine schlechte Gruppenphase den gesamten Turnierweg verkomplizieren. Drittens die Hitze: Die Spiele in den südlichen US-Bundesstaaten — Houston, Dallas, Miami — werden bei Temperaturen um die 35 Grad ausgetragen. Europäische Mannschaften sind daran weniger gewöhnt als südamerikanische Teams, und das könnte in der K.-o.-Runde den Unterschied machen.
Trotzdem: Wenn mich jemand zwingt, einen einzigen Namen zu nennen, sage ich Frankreich. In neun Jahren Turnier-Analyse habe ich gelernt, dass die Mannschaft mit dem besten Plan B meistens gewinnt — und Frankreichs Plan B ist besser als der Plan A der meisten anderen Teams. Die WM 2026 Favoriten sind zahlreich, aber der Kreis der echten Titelkandidaten bleibt überschaubar: drei bis fünf Mannschaften, die den Pokal realistisch gewinnen können. Alles darüber hinaus ist Hoffnung — und bei einer WM ist Hoffnung bekanntlich die beste Unterhaltung.
Wer sind die grössten Favoriten der WM 2026?
Frankreich, Argentinien und England bilden den engsten Favoritenkreis. Dahinter folgen Spanien, Brasilien und Deutschland als starke Herausforderer. Die Quoten reichen von 5.50 für Frankreich bis 10.00 für Deutschland.
Welches Team bietet den besten Value bei WM-Wetten?
Spanien bei einer Quote von 8.00 ist mein stärkstes Value-Signal. Die Mannschaft hat die EM 2024 gewonnen und verfügt über eine junge, aufstrebende Generation. Die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote unterschätzt die tatsächlichen Titelchancen.
Hat Deutschland eine realistische Chance auf den WM-Titel 2026?
Mit einer Quote von 10.00 gehört Deutschland zu den Herausforderern. Die EM 2024 im eigenen Land hat gezeigt, dass die Mannschaft unter Julian Nagelsmann eine klare Identität gefunden hat. Der Titel ist möglich, aber die jüngste Turnierhistorie mit zwei Gruppenphasen-Aus mahnt zur Vorsicht.
Erstellt von der Redaktion von „WM 2026 Wetten“.
