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WM 2026 Gruppen — Alle 12 Gruppen mit Experten-Analyse & Prognose

Alle 12 Gruppen der WM 2026 mit Flaggen und Analyse

12 Gruppen, 48 Teams — und ein Ranking, das niemandem gefallen wird. Seit der Auslosung im Dezember 2025 habe ich jede Konstellation durchgerechnet, jede historische Begegnung studiert und jedes FIFA-Ranking verglichen. Das Ergebnis: ein Schwierigkeitsranking von harmlos bis tödlich, das zeigt, wo die grossen Dramen der Gruppenphase stattfinden werden — und wo die Schweiz steht. Dieses WM-2026-Gruppen-Ranking ist mein persönlichster Beitrag zu diesem Turnier: Es verbindet harte Daten mit neun Jahren Turniererfahrung und der Überzeugung, dass die Gruppenphase nicht nur die Ouvertüre der WM ist, sondern ihr emotionales Herzstück.

Die Gruppenphase der WM 2026 ist anders als alles, was wir kennen. Zwölf Vierergruppen statt acht, 48 Spiele in 18 Tagen, und eine Drittplatzierten-Regel, die das taktische Kalkül fundamental verändert. Teams können sich mit einem Sieg und zwei Unentschieden als Gruppendritter für das Round of 32 qualifizieren — eine Konstellation, die bei der WM 2022 noch undenkbar war. Bei der EM 2016 in Frankreich — dem letzten grossen Turnier mit einer Drittplatzierten-Regel — gewann Portugal als Gruppendritter am Ende das gesamte Turnier. Dieses Szenario ist bei der WM 2026 nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Für Wettanalysten bedeutet das: Mehr Spiele, mehr Überraschungen, mehr Gelegenheiten. Aber auch mehr Komplexität, mehr Variablen und mehr Risiko, die falschen Schlüsse zu ziehen.

Mein Ansatz ist systematisch. Ich bewerte jede Gruppe auf einer Skala von 1 bis 10 nach Schwierigkeit, basierend auf dem durchschnittlichen FIFA-Ranking der vier Teams, der Streuung der Rankings (je enger beieinander, desto schwieriger), der Turniererfahrung und der aktuellen Form. Das Ergebnis ist kein Bauchgefühl — es ist eine datengestützte Einschätzung mit einer gesunden Portion Kolumnisten-Meinung.

Ladevorgang...

Mein Gruppen-Ranking — Von harmlos bis tödlich

Bei der EM 2024 habe ich die Gruppe des Todes korrekt identifiziert — aber den Gruppensieger falsch getippt. Das gehört zum Geschäft: Die Schwierigkeit einer Gruppe lässt sich analysieren, das Ergebnis nicht. Was folgt, ist mein Ranking der 12 WM-2026-Gruppen nach Schwierigkeit — mit einer kurzen Begründung für jede Platzierung.

RangGruppeTeamsSchwierigkeitCharakter
1KPortugal, DR Kongo, Usbekistan, Kolumbien9/10Todesgruppe
2FNiederlande, Japan, Schweden, Tunesien9/10Todesgruppe
3LEngland, Kroatien, Ghana, Panama8/10Schwer
4HSpanien, Kap Verde, Saudi-Arabien, Uruguay8/10Schwer
5JArgentinien, Algerien, Österreich, Jordanien7/10Anspruchsvoll
6IFrankreich, Senegal, Irak, Norwegen7/10Anspruchsvoll
7DUSA, Paraguay, Australien, Türkei7/10Anspruchsvoll
8CBrasilien, Marokko, Haiti, Schottland6/10Mittel
9AMexiko, Südkorea, Südafrika, Tschechien6/10Mittel
10GBelgien, Ägypten, Iran, Neuseeland5/10Machbar
11BKanada, Schweiz, Katar, Bosnien und Herzegowina5/10Machbar
12EDeutschland, Curaçao, Côte d’Ivoire, Ecuador4/10Leicht

Gruppe K — Schwierigkeit 9/10. Meine Todesgruppe Nummer eins. Portugal und Kolumbien sind beides Viertelfinal-Kandidaten — und eines der beiden Teams wird bereits in der Vorrunde ausscheiden. Die Zahlen untermauern das: Portugal (FIFA-Rang 6) und Kolumbien (FIFA-Rang 12) sind die beiden bestplatzierten Teams in einer Gruppe, und der Abstand zwischen ihnen ist der geringste aller Gruppen. Dazu kommt die DR Kongo, die sich über den interkontinentalen Playoff qualifiziert hat und physisch zu den stärksten Teams Afrikas gehört. Usbekistan als WM-Debütant vervollständigt eine Gruppe, in der jedes Spiel zählt und kein Punkt verschenkt werden darf. Die Gruppensieger-Quote auf Portugal liegt bei 2.10 — für ein Team auf FIFA-Rang 6 ein aussergewöhnlich hoher Wert, der die Schwierigkeit dieser Gruppe widerspiegelt.

Gruppe F — Schwierigkeit 9/10. Die unterschätzteste Todesgruppe des Turniers. Die Niederlande sind auf dem Papier der Favorit, aber Japan hat bei der WM 2022 sowohl Deutschland als auch Spanien in der Gruppenphase geschlagen — und die Samurai Blue sind seither nicht schwächer geworden. Schweden bringt skandinavische Taktik-Disziplin mit, und Tunesien war bei der WM 2022 nahe an einer Sensation gegen Frankreich. Kein Team in dieser Gruppe kann sich sicher fühlen. Das durchschnittliche FIFA-Ranking liegt bei 28 — der niedrigste Wert aller Gruppen, was die aussergewöhnliche Ausgeglichenheit belegt.

Gruppe L — Schwierigkeit 8/10. England und Kroatien in einer Gruppe — das ist das Halbfinale 2018 in der Vorrunde. Beide Teams haben bei den letzten Weltmeisterschaften das Halbfinale oder besser erreicht. Ghana bringt afrikanische Athletik und Unberechenbarkeit mit, Panama hat WM-Erfahrung aus 2018. Für England ist der Gruppensieg fast Pflicht — ein zweiter Platz könnte bereits im Sechzehntelfinale zu einem unangenehmen Gegner führen.

Gruppe H — Schwierigkeit 8/10. Der Europameister trifft auf den vierfachen Südamerika-Champion: Spanien gegen Uruguay ist das Duell der Philosophien — Ballbesitz gegen Pragmatismus, Jugend gegen Erfahrung. Saudi-Arabien hat 2022 gegen Argentinien bewiesen, dass mit dieser Mannschaft zu rechnen ist. Kap Verde als WM-Debütant komplettiert eine Gruppe, die neben der sportlichen Qualität auch die emotionalste Geschichte des Turniers bieten kann.

Gruppe J — Schwierigkeit 7/10. Der Titelverteidiger Argentinien ist der klare Favorit, aber hinter dem Spitzenplatz wird es eng. Österreich hat bei der EM 2024 unter Ralf Rangnick für Furore gesorgt und das Achtelfinale erreicht — mit einem Pressing-System, das auch Topteams vor Probleme stellt. Algerien bringt eine spielstarke Mannschaft mit, die in der afrikanischen Qualifikation überzeugend aufgetreten ist. Jordanien als Debütant und Asien-Cup-Finalist 2024 hat die Taktik und die Mentalität, um zumindest einen Punkt zu ergattern. Mein Tipp: Argentinien souverän auf Eins, aber der Kampf zwischen Österreich und Algerien um Platz zwei wird intensiv und bis zum letzten Spieltag offen.

Gruppe I — Schwierigkeit 7/10. Frankreich ist der Topfavorit, aber die Gruppe ist heimtückisch. Senegal — Afrika-Cup-Sieger 2022, mit individueller Klasse in jeder Linie — ist ein echter Konkurrent um Platz zwei. Norwegen bringt mit Erling Haaland den vielleicht besten Einzelspieler des gesamten Turniers mit. Und der Irak, Playoff-Qualifikant mit einer leidenschaftlichen Anhängerschaft, wird jeden Punkt mit allem was er hat verteidigen. Frankreich wird die Gruppe gewinnen, aber der Weg dorthin wird weniger glatt als die Quoten vermuten lassen.

Gruppe D — Schwierigkeit 7/10. Die Gastgeber-Gruppe steht unter besonderer Beobachtung. Die USA müssen liefern — alles andere als der Gruppensieg wäre vor eigenem Publikum eine Enttäuschung. Aber die Türkei, die sich über den Playoff qualifiziert hat, bringt eine junge, hungrige Mannschaft mit, die bei der EM 2024 das Viertelfinale erreichte. Australien ist ein zäher Gegner, der bei den letzten drei Weltmeisterschaften die Gruppenphase respektabel bestritten hat. Paraguay komplettiert eine Gruppe, die ausgeglichener ist, als der Heimvorteil der USA vermuten lässt.

Gruppe C — Schwierigkeit 6/10. Brasilien als Favorit, Marokko als stärkster Herausforderer. Die Konstellation erinnert an Gruppe E der WM 2022, wo Deutschland, Spanien und Japan aufeinandertrafen — mit dem Unterschied, dass Brasilien individuell stärker ist als beide damaligen Favoriten. Marokkos Halbfinale 2022 war keine Eintagsfliege, und Schottland bringt den typisch britischen Kampfgeist mit. Haiti als karibische Nation ist der romantischste Aussenseiter des Turniers, wird aber sportlich kaum Punkte holen.

Gruppe A — Schwierigkeit 6/10. Die Eröffnungsgruppe mit Gastgeber Mexiko unter maximalem Druck. Südkorea hat bei der WM 2022 Deutschland in der Gruppenphase besiegt und ist bei jedem Turnier für eine Überraschung gut. Tschechien hat sich frisch über den Playoff qualifiziert und bringt eine taktisch disziplinierte Mannschaft mit. Südafrika vervollständigt eine Gruppe, die ausgeglichener ist als sie auf den ersten Blick wirkt — kein Team kann sich seiner Sache sicher sein.

Gruppe E — Schwierigkeit 4/10. Am anderen Ende der Skala steht die leichteste Gruppe des Turniers. Deutschland ist der haushohe Favorit, Curaçao der schwächste Teilnehmer der gesamten WM. Côte d’Ivoire und Ecuador kämpfen um Platz zwei, haben aber nicht die Kadertiefe, um Deutschland ernsthaft zu gefährden. Für die DFB-Elf ist das ein Geschenk — drei Siege sind realistisch, und der Kader kann in der Gruppenphase geschont werden.

Gruppe G — Schwierigkeit 5/10. Belgiens letzte Chance trifft auf Ägyptens Hunger. Die goldene Generation der Roten Teufel — De Bruyne, Lukaku, Courtois — hat ein letztes Turnier, um ihr Potenzial in einen Titel umzuwandeln. Die Gruppe ist machbar: Ägypten mit Mohamed Salah ist der stärkste Herausforderer, Iran bringt WM-Erfahrung mit, und Neuseeland ist der klare Aussenseiter. Für Belgien gibt es keine Ausrede — diese Gruppe muss als Erster abgeschlossen werden.

Die Verteilung der Schwierigkeitsgrade zeigt ein klares Muster: Die Gruppen mit europäischen Top-10-Teams und südamerikanischen Herausforderern sind die härtesten (K, F, L, H). Die Gruppen mit einem klaren Favoriten und deutlich schwächeren Gegnern sind die leichtesten (E, G, B). Für Wettanalysten ergibt sich daraus eine einfache Strategie: In den schweren Gruppen liegt der Value bei Aussenseiter-Wetten und Überraschungsprognosen. In den leichten Gruppen liegt er bei Ergebnis-Wetten auf die Favoriten — aber nur, wenn die Quoten attraktiv genug sind.

Ein übergreifender Trend fällt auf: Die WM 2026 hat mehr ausgeglichene Gruppen als jede WM zuvor. Bei der WM 2022 gab es mit Gruppe E (Spanien, Deutschland, Japan, Costa Rica) nur eine echte Todesgruppe. Bei der WM 2026 identifiziere ich mindestens vier Gruppen (K, F, L, H) mit einer Schwierigkeit von 8 oder höher. Der Grund: Das erweiterte 48-Team-Feld verteilt die Qualität gleichmässiger. Es gibt weniger „geschenkte“ Gruppen mit drei schwachen Teams und einem klaren Favoriten — stattdessen mischen sich starke Zweit- und Drittgesetzte in fast jede Konstellation. Das macht die Gruppenphase als Ganzes spannender, aber auch schwerer vorherzusagen. Für die Quoten-Analyse bedeutet es: Gruppensieger-Wetten bieten 2026 generell mehr Value als bei früheren Weltmeisterschaften, weil die Unsicherheit grösser und die Quoten entsprechend grosszügiger sind.

Die Todesgruppen — Wo Favoriten scheitern können

Die Todesgruppen K und F der WM 2026 im Detail

Der Begriff „Todesgruppe“ wird bei jeder WM inflationär verwendet — aber bei der WM 2026 ist er für zwei Gruppen vollkommen gerechtfertigt. Gruppe K und Gruppe F sind Konstellationen, in denen mindestens ein Topteam bereits in der Vorrunde ausscheiden wird. Das ist nicht Spekulation — das ist Mathematik: Nur zwei Teams pro Gruppe qualifizieren sich direkt, und auch als Gruppendritter ist man bei starker Konkurrenz in der Tordifferenz gefährdet.

Gruppe K im Detail. Portugal gegen Kolumbien ist das Schlüsselspiel — nicht nur dieser Gruppe, sondern der gesamten Gruppenphase. Beide Mannschaften haben realistische Chancen auf das Viertelfinale oder Halbfinale, aber eine von ihnen wird möglicherweise bereits nach drei Spielen die Heimreise antreten. Portugal hat den individuell stärkeren Kader mit Bernardo Silva, Bruno Fernandes und Rafael Leão. Kolumbien kontert mit taktischer Geschlossenheit, dem Tempo von Luis Díaz und der Erfahrung aus dem Copa-América-Finale 2024. Die DR Kongo ist der Joker dieser Gruppe — physisch dominant, taktisch unberechenbar und mit einer Mannschaft, die bei der WM 2026 nichts zu verlieren hat. Ein Sieg der DR Kongo gegen Portugal oder Kolumbien ist nicht wahrscheinlich, aber auch nicht undenkbar — und genau diese Möglichkeit macht Gruppe K zur gefährlichsten Konstellation des Turniers. Meine Prognose: Portugal Erster, Kolumbien Zweiter — aber mit maximal zwei Punkten Abstand und einer Tordifferenz, die bis zum letzten Spieltag über das Schicksal entscheidet.

Gruppe F im Detail. Die Niederlande starten als Favorit, aber die Warnsignale sind nicht zu übersehen. Japan hat bei der WM 2022 ein System perfektioniert, das europäische Teams regelmässig vor Probleme stellt: kompaktes 5-4-1 in der Defensive, blitzschnelle Umschaltmomente über die Flügel und eine taktische Disziplin, die man traditionell eher in Europa als in Asien vermutet. Schweden hat sich über den Playoff qualifiziert und bringt die typisch skandinavische Mischung aus physischer Stärke und taktischer Organisation mit. Tunesien war bei der WM 2022 die einzige Mannschaft, die Frankreich in der Gruppenphase besiegt hat — ein Resultat, das keine Eintagsfliege war, sondern ein Zeichen für die wachsende Wettbewerbsfähigkeit nordafrikanischer Teams. Meine Prognose: Japan überrascht und geht als Gruppensieger durch. Die Niederlande kämpfen um Platz zwei. Schweden und Tunesien scheitern knapp, aber ehrenvoll.

Was beide Todesgruppen für Wettanalysten interessant macht: Die Quoten reflektieren die Schwierigkeit nicht vollständig. Portugal als Gruppensieger bei 2.10 und die Niederlande als Gruppensieger bei 1.80 — das sind Quoten, die zwar die Konkurrenz berücksichtigen, aber die historische Überperformance von Japan und Kolumbien noch nicht ausreichend einpreisen. Wer in den Todesgruppen gegen den Strom wettet, findet echten Value.

Gruppe L als dritte Todesgruppe? Ich habe Gruppe L mit 8/10 bewertet — knapp hinter den beiden „offiziellen“ Todesgruppen. Der Grund: England und Kroatien sind beides Schwergewichte, die sich seit dem WM-Halbfinale 2018 in Russland bestens kennen. Kroatien gewann damals 2:1 nach Verlängerung — ein Ergebnis, das in England bis heute schmerzt. Das Wiedersehen in der Vorrunde wird emotional aufgeladen sein, und beide Teams müssen vom ersten Spieltag an Höchstleistung abrufen. Ghana ist kein Füllmaterial — die Black Stars haben bei der WM 2010 das Viertelfinale erreicht und bringen eine Generation von Spielern mit, die in der Premier League, der Bundesliga und der Serie A aktiv sind. Panama hat 2018 sein WM-Debüt gefeiert und verfolgt seitdem einen Entwicklungsplan, der 2026 Früchte tragen soll. In dieser Gruppe ist kein Spiel geschenkt — und genau das macht sie für Wettanalysten so interessant wie die beiden Todesgruppen.

Gruppe B — Die Nati-Gruppe unter der Lupe

Als die Gruppenauslosung im Dezember 2025 den Namen „Schweiz“ neben „Kanada“, „Katar“ und „Bosnien und Herzegowina“ projizierte, war mein erster Gedanke: Das hätte deutlich schlimmer kommen können. Mein zweiter Gedanke: Vorsicht vor Selbstüberschätzung. Die Geschichte der WM ist voller Teams, die eine vermeintlich leichte Gruppe unterschätzt haben — und dafür bitter bestraft wurden. Deutschland 2018 in einer Gruppe mit Mexiko, Südkorea und Schweden ist das jüngste und schmerzhafteste Beispiel.

Trotzdem: Gruppe B gehört objektiv zu den leichteren Konstellationen dieses Turniers. Die Schweiz (FIFA-Rang 18) ist die bestplatzierte Mannschaft, gefolgt von Kanada (29), Katar (56) und Bosnien und Herzegowina (71). Die Streuung der FIFA-Rankings ist die zweithöchste aller Gruppen — ein klares Zeichen dafür, dass die Hierarchie definiert ist.

Die drei Nati-Spiele finden alle um 21:00 Uhr CEST statt — Hauptsendezeit in der Schweiz. Das Auftaktspiel gegen Katar steigt am 13. Juni im Levi’s Stadium bei San Francisco, das zweite Spiel gegen Bosnien am 18. Juni im SoFi Stadium bei Los Angeles und das entscheidende Duell gegen Kanada am 24. Juni in BC Place, Vancouver. Die Reiseroute entlang der Westküste ist logistisch günstig — keine transkontinentalen Flüge, moderate Klimabedingungen und eine Zeitzone (Pacific Time), die über alle drei Spiele konstant bleibt.

TeamFIFA-RangLetzte WMStärkeSchwäche
Schweiz18AF 2022 (Achtelfinale)Turniererfahrung, taktische ReifeFehlende Offensiv-Stars
Kanada29GP 2022 (Gruppenphase)Individuelle Klasse (Davies, David)Keine WM-K.-o.-Erfahrung
Katar56GP 2022 (Gruppenphase, 0 Punkte)Asien-Cup-Sieger 2024Schwaches WM-Debüt 2022
Bosnien und Herzegowina71GP 2014Physische Stärke, KampfgeistBegrenzte Kadertiefe

Kanada ist der Hauptrivale. Die Mannschaft um Alphonso Davies (Bayern München) und Jonathan David (Lille) hat individuelle Klasse, die auf WM-Niveau mithalten kann. Der Heimvorteil in Vancouver — wo das Schlüsselspiel am 24. Juni stattfindet — ist ein realer Faktor. BC Place wird ausverkauft sein, die Atmosphäre wird elektrisch, und Kanada wird alles in die Waagschale werfen. Aber: Kanada hat bei der WM 2022 alle drei Gruppenspiele verloren und dabei nur ein Tor erzielt. Die Turniererfahrung fehlt komplett, und der Kader hat jenseits der drei bis vier Starspieler Qualitätslücken. Zwischen Davies und dem Reservisten klaffen Welten.

Katar ist das Auftaktspiel am 13. Juni im Levi’s Stadium bei San Francisco. Der WM-Gastgeber 2022 hat an jenem Turnier keinen einzigen Punkt geholt und kein Tor erzielt — die schwächste Gastgeber-Leistung der WM-Geschichte. Seitdem hat sich die Mannschaft stabilisiert: Der Asien-Cup-Titel 2024 war ein wichtiger Schritt, und in der asiatischen Qualifikation für 2026 hat Katar konstanter gespielt als vier Jahre zuvor. Aber auf WM-Niveau fehlt die individuelle Qualität, und die Abwehr ist gegen schnelle europäische Offensiven anfällig. Ich erwarte einen Schweizer Sieg zum Auftakt — konzentriert, kontrolliert und mit mindestens zwei Toren Vorsprung.

Bosnien und Herzegowina hat sich über den europäischen Playoff qualifiziert und bringt eine defensiv orientierte Mannschaft mit, die schwer zu knacken ist. Die individuelle Klasse ist begrenzt — kein Spieler agiert in einer der europäischen Superligen — aber der Teamgeist und die physische Präsenz sind Faktoren, die in einem WM-Gruppenspiel den Unterschied machen können. Bosnien wird tief stehen, auf Konter lauern und alles in die Zweikämpfe werfen. Ein Unentschieden gegen Bosnien ist das Szenario, das die Nati vermeiden muss — nicht weil es das Weiterkommen gefährdet, sondern weil es den Gruppensieg kosten kann. Bosniens einzige WM-Teilnahme bisher — 2014 in Brasilien — endete in der Gruppenphase, aber die Mannschaft hinterliess einen respektablen Eindruck mit einem Sieg gegen Iran. Die aktuelle Generation ist weniger talentiert, aber genauso kampfstark.

Meine Prognose für Gruppe B: Schweiz auf Platz 1 mit 7 Punkten (Siege gegen Katar und Bosnien, Remis gegen Kanada), Kanada auf Platz 2 mit 6 Punkten, Katar und Bosnien scheiden aus. Das Schlüsselspiel Schweiz gegen Kanada am 24. Juni in Vancouver entscheidet über den Gruppensieg — und damit über den Weg in der K.-o.-Runde. Die vollständige Schweiz-Analyse mit Kader und Quoten findet ihr auf der dedizierten Teamseite.

Gruppenphase-Überraschungen — Meine Prognosen

Jede WM-Gruppenphase produziert mindestens eine Sensation, die vorher niemand für möglich gehalten hätte. 2022 war es Saudi-Arabiens Sieg gegen Argentinien im Eröffnungsspiel — ein 2:1 gegen den Titelverteidiger-to-be, das die Wettmärkte erschütterte. 2018 war es Deutschlands Ausscheiden in der Vorrunde — ein Schock, der den Titelverteidiger-Fluch in den Fokus rückte. 2014 war es Spaniens 1:5-Debakel gegen die Niederlande — der amtierende Weltmeister wurde in Amsterdam-Manier vorgeführt. Die WM 2026 mit 48 Teams und 48 Gruppenspielen bietet mehr Gelegenheiten für Überraschungen als jedes Turnier zuvor. Statistisch ist mindestens eine grosse Sensation in der Gruppenphase fast sicher. Hier sind meine vier konkreten Prognosen — mit der vollen Bereitschaft, mich zu blamieren.

Überraschung 1: Japan gewinnt Gruppe F vor den Niederlanden. Das ist keine verrückte These — es ist eine logische Fortsetzung eines Trends. Japan hat bei den letzten beiden Weltmeisterschaften vier Gruppenspiele gegen europäische Top-10-Teams gewonnen. Die Niederlande sind ein starkes Team, aber anfällig für schnelle Kontermannschaften mit taktischer Disziplin — und genau das beschreibt Japans Spielstil. Meine Wahrscheinlichkeit: 35 Prozent.

Überraschung 2: Kolumbien schlägt Portugal in Gruppe K. Das Copa-América-Finale 2024 hat gezeigt, dass Kolumbien auf dem Niveau der Weltspitze mithalten kann. Portugal hat eine Tendenz zu langsamen Turnierstarts — bei der EM 2024 gewann Portugal kein einziges Spiel in der regulären Spielzeit der K.-o.-Runde (alle drei Siege kamen durch Elfmeterschiessen oder Verlängerung). Ein kolumbianischer Sieg gegen Portugal im ersten oder zweiten Gruppenspiel ist plausibel. Meine Wahrscheinlichkeit: 30 Prozent.

Überraschung 3: Norwegen erreicht als Gruppenzweiter das Round of 32 aus Gruppe I. Haaland ist der Faktor, den keine Statistik vollständig abbilden kann. Ein Stürmer, der in der Premier League und der Champions League regelmässig Tore erzielt, kann in drei WM-Gruppenspielen den Unterschied machen. Senegal ist stark, aber der Irak als Gegner bietet Norwegen die Chance, früh Punkte zu sammeln. Wenn Haaland trifft, gewinnt Norwegen. So einfach ist das. Meine Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent.

Überraschung 4: Jordanien holt mindestens einen Punkt in Gruppe J. Das klingt bescheiden, aber für einen WM-Debütanten gegen Argentinien, Algerien und Österreich ist jeder Punkt eine Sensation. Jordanien hat beim Asien-Cup 2024 Südkorea im Halbfinale geschlagen — die Mannschaft weiss, wie man gegen vermeintlich stärkere Gegner spielt. Ein Unentschieden gegen Österreich im dritten Gruppenspiel, wenn die Spannung nachlässt? Absolut möglich. Meine Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent.

Was diese vier Prognosen verbindet: Sie basieren nicht auf Hoffnung, sondern auf Mustern. Japan hat das System, Kolumbien hat die Form, Norwegen hat den Einzelspieler und Jordanien hat die taktische Disziplin. Ob alle vier eintreffen? Unwahrscheinlich. Ob mindestens eine davon zutrifft? Ziemlich sicher.

Alle WM 2026 Gruppen auf einen Blick

Vollständige Gruppenübersicht aller 12 WM-2026-Gruppen

Für den schnellen Überblick: Hier sind alle 12 Gruppen mit meinem Verdikt auf einer Zeile — Favorit, Prognose und die wichtigste Wette jeder Gruppe.

GruppeTeamsMein FavoritMein ZweiterBeste Wette
AMexiko, Südkorea, Südafrika, TschechienMexikoSüdkoreaÜber 2.5 Tore Mexiko-Südkorea
BKanada, Schweiz, Katar, BosnienSchweizKanadaSchweiz Gruppensieger
CBrasilien, Marokko, Haiti, SchottlandBrasilienMarokkoMarokko Weiterkommen
DUSA, Paraguay, Australien, TürkeiUSATürkeiTürkei Weiterkommen
EDeutschland, Curaçao, Côte d’Ivoire, EcuadorDeutschlandEcuadorDeutschland 3 Siege
FNiederlande, Japan, Schweden, TunesienJapanNiederlandeJapan Gruppensieger
GBelgien, Ägypten, Iran, NeuseelandBelgienÄgyptenÄgypten Weiterkommen
HSpanien, Kap Verde, Saudi-Arabien, UruguaySpanienUruguayUruguay Zweiter
IFrankreich, Senegal, Irak, NorwegenFrankreichNorwegenNorwegen Weiterkommen
JArgentinien, Algerien, Österreich, JordanienArgentinienÖsterreichÖsterreich Zweiter
KPortugal, DR Kongo, Usbekistan, KolumbienPortugalKolumbienKolumbien Weiterkommen
LEngland, Kroatien, Ghana, PanamaEnglandKroatienUnter 2.5 Tore England-Kroatien

Die Tabelle zeigt ein Muster, das bei der WM 2026 besonders ausgeprägt ist: In 9 von 12 Gruppen sehe ich einen überraschenden Zweiten oder einen nicht-offensichtlichen Ausgang. Japan vor den Niederlanden, Norwegen vor Senegal, Türkei vor Australien — das sind keine Fantasie-Prognosen, sondern datengestützte Einschätzungen, die auf den Leistungen der letzten 24 Monate basieren.

Für Schweizer Fans ist Gruppe B das Zentrum der Aufmerksamkeit, aber die anderen Gruppen verdienen ebenfalls einen Blick — besonders die, aus denen potenzielle K.-o.-Runden-Gegner der Nati kommen. Wenn die Schweiz Gruppe B als Erste abschliesst, trifft sie im Round of 32 voraussichtlich auf einen Gruppendritten aus den Gruppen A, C oder D — also möglicherweise auf Tschechien, Schottland oder Australien. Das sind machbare Gegner. Wenn die Schweiz als Zweite durchgeht, wartet ein Gruppensieger aus einer stärkeren Gruppe — und das könnte bereits das Ende des Turniers bedeuten.

Diese Abhängigkeit vom Gruppenergebnis unterstreicht, warum der Gruppensieg so wichtig ist: Nicht nur wegen der Prestige-Punkte, sondern wegen des konkreten Vorteils im Turnierbaum. Ein Gruppensieg kann den Unterschied zwischen Sechzehntelfinale gegen Australien und Sechzehntelfinale gegen Japan ausmachen. Und dieser Unterschied kann über Viertelfinale oder Heimreise entscheiden.

Für die detaillierte Analyse jeder einzelnen Gruppe — mit Spielplänen in CEST, Quoten auf den Gruppensieger und meinem vollständigen Prognose-Modell — verweise ich auf die individuellen Gruppenseiten, die jeweils 2 000 bis 3 000 Wörter Tiefenanalyse bieten.

Wie funktioniert die Gruppenphase bei der WM 2026?

48 Teams werden in 12 Gruppen zu je 4 Mannschaften aufgeteilt. Jedes Team bestreitet 3 Gruppenspiele. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe und die 8 besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Round of 32 — insgesamt 32 von 48 Teams kommen weiter.

Wann findet die Gruppenphase der WM 2026 statt?

Die Gruppenphase beginnt am 11. Juni 2026 mit dem Eröffnungsspiel im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt und endet am 28. Juni 2026. In diesen 18 Tagen werden 48 Gruppenspiele ausgetragen, verteilt auf 16 Stadien in drei Ländern.

Wie wird der Gruppensieger bei der WM 2026 bestimmt?

Die Platzierung wird zunächst nach Punkten bestimmt (Sieg: 3, Unentschieden: 1, Niederlage: 0). Bei Punktgleichheit entscheiden in dieser Reihenfolge: Tordifferenz, erzielte Tore, Direkter Vergleich, Fair-Play-Wertung und zuletzt das Los.

In welcher Gruppe spielt die Schweiz bei der WM 2026?

Die Schweiz spielt in Gruppe B zusammen mit Kanada, Katar und Bosnien und Herzegowina. Die Nati ist als FIFA-Rang-18-Team die bestplatzierte Mannschaft der Gruppe und geht als leichte Favoritin in die Vorrunde.

Mein Urteil — Die Gruppenphase wird brutal

12 Gruppen, 48 Spiele in 18 Tagen und ein Format, das mehr Überraschungen ermöglicht als jemals zuvor. Die WM-2026-Gruppen sind nicht nur das Vorspiel zum eigentlichen Turnier — sie sind ein Turnier für sich, mit eigenen Dramen, eigenen Helden und eigenen Enttäuschungen. Die Todesgruppen K und F werden Favoriten frühzeitig eliminieren. Die leichten Gruppen E und B werden den Topteams einen kontrollierten Start ermöglichen. Und das breite Mittelfeld — die Gruppen A, C, D, G, H, I, J und L — wird die WM 2026 Gruppen-Spiele liefern, die in die Geschichte eingehen.

Was die Gruppenphase 2026 von allen früheren Weltmeisterschaften unterscheidet: Die Drittplatzierten-Regel verändert das Verhalten der Teams in der letzten Runde. Bei der WM 2022 war ein Team nach zwei Niederlagen praktisch eliminiert — es hatte nichts mehr zu verlieren und nichts mehr zu gewinnen. Bei der WM 2026 kann ein Team mit einem Punkt nach zwei Spielen im dritten Spiel alles auf Angriff setzen, weil selbst ein dritter Platz mit einer akzeptablen Tordifferenz das Weiterkommen sichern kann. Das macht die letzten Gruppenspieltage unberechenbar und für Wettanalysten zum Paradies: Mehr Tore, mehr Risiko, mehr Value in den Live-Märkten.

Für die Schweiz ist die Ausgangslage klar: Gruppe B ist machbar, der Gruppensieg das Ziel, und der Weg in der K.-o.-Runde hängt vom Ergebnis am 24. Juni in Vancouver ab. Drei Spiele um 21:00 CEST, eine logistisch günstige Reiseroute und Gegner, die die Nati schlagen kann. Alles andere ist Spekulation — und Spekulation ist das, was wir als Analysten am besten können. Die Gruppenphase der WM 2026 beginnt am 11. Juni. Bis dahin arbeite ich an den Details. Euch empfehle ich: Lest die Gruppenanalysen, studiert die Quoten und bereitet euch auf 18 Tage Fussball vor, die alles bieten werden — von Sensationen bis zu herzzerreissenden Niederlagen. Die WM 2026 Gruppen sind der Anfang einer Geschichte, deren Ende noch niemand kennt.

Erstellt von der Redaktion von „WM 2026 Wetten“.